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Arbeitsmarkt Daten: Die IT-Nachfrage fällt, Datenbankentwickler legen zu.

Im 2. Quartal 2026 sank der Hays-Index für IT-Stellen um 37 Punkte, der für Datenbankentwickler stieg um 9 Punkte auf 322 Prozent. Laut Bitkom setzen 57 Prozent der Unternehmen KI ein, und die Hälfte von ihnen sieht in der Aufbereitung der Daten einen großen Kostenfaktor.

Aktualisiert am 29.09.2026Verantwortet von Ronny MarxWoher die Zahlen kommen
Arbeitsmarkt Daten auf einen Blick
Nachfrage nach Datenbankentwicklern
Index 322 %[1]Hays-Fachkräfte-Index, 2. Quartal 2026, gemessen am 1. Quartal 2015
Nachfrage nach IT-Fachkräften
Index 59 %[1]Hays, 2. Quartal 2026, 37 Punkte weniger als im Vorquartal
Unternehmen, die KI nutzen
57 % der Unternehmen[2]Bitkom, Unternehmen ab 20 Beschäftigten, September 2026
Gehalt als Head of Analytics
74,9 bis 97,8 TEUR[6]StepStone 2026, Bruttojahresgehalt, Median 83,9 TEUR
Gehalt in der Leitung des Datenbereichs
140 bis 220 TEUR und mehr[7]Profiling Institut, Mai 2026, Fixgehalt ab 12 Jahren Erfahrung
Der Bereich in Kürze

Die Mehrheit der Firmen setzt KI ein, an guten Daten fehlt es oft.

Von den Unternehmen, die KI einsetzen, nutzen nach eigener Einschätzung nur 3 Prozent das Potenzial eher stark und 0 Prozent vollständig. Am meisten kosten laut Bitkom die Rechenleistung und die Aufbereitung der Daten. Genau hier liegt die Aufgabe einer Führungskraft im Datenbereich, denn sie sorgt für verlässliche Daten, einheitliche Kennzahlen und Modelle, die im Alltag laufen.

01 · Lage

Job-Trends im Datenbereich: Datenbankentwickler sind gefragt, die übrige IT weniger.

Während Unternehmen weniger IT-Fachkräfte suchen als im Vorquartal, steigt die Nachfrage nach Datenbankentwicklern weiter. Gleichzeitig wird KI in den Unternehmen zur Regel, und das meiste Geld geben sie dabei für Rechenleistung und Daten aus.

322%
Hays, 2. Quartal 2026

Stellenangebote für Datenbankentwickler, gemessen am 1. Quartal 2015, und damit 9 Punkte mehr als im Vorquartal[1]

59%
Hays, 2. Quartal 2026

Stellenangebote für alle IT-Berufe, 37 Punkte weniger als im Vorquartal und 11 Prozent weniger Stellen als ein Jahr zuvor[1]

57%
Bitkom, September 2026

der Unternehmen ab 20 Beschäftigten nutzen KI, ein Jahr zuvor waren es 36 Prozent[2]

50%
Bitkom, September 2026

der KI-Anwender sehen in der Aufbereitung der Daten einen großen Kostenfaktor, 51 Prozent in der Infrastruktur[2]

Hays misst die Zahl der Stellenangebote im Vergleich zum 1. Quartal 2015. Bitkom hat 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten telefonisch befragt, in den Kalenderwochen 28 bis 33 des Jahres 2026.

02 · Gefragte Anforderungen

Diese Job-Anforderungen gelten für Führungspositionen im Datenbereich.

Welche Werkzeuge du beherrschen sollst, steht in fast jeder Jobanzeige. Überzeugen kannst du aber mit Belegen, dass eine Entscheidung dank deiner Daten anders ausfiel und ein Modell nach dem Prototyp dauerhaft im Einsatz ist. Die meisten Punkte stammen aus dem Rollenprofil Head of Data.

Fachliche Anforderungen

  • Aufbau des DatenlagersDu baust ein zentrales Datenlager (Data Warehouse oder Lakehouse) auf oder löst ein altes ab, etwa auf Snowflake, Databricks oder Microsoft Fabric.
  • Aufbereitung und DatenqualitätDie Hälfte der KI-Anwender sieht in der Aufbereitung der Daten einen großen Kostenfaktor[2], deshalb ist gefragt, wer dafür sorgt, dass die Grunddaten in ERP und CRM stimmen.
  • Regeln für Daten (Data Governance)Du legst fest, wer für welche Daten verantwortlich ist, wer worauf zugreifen darf und wie lange Daten aufbewahrt werden, führst einen Datenkatalog und stimmst dich mit dem Datenschutz ab.
  • Berichte für die FachbereicheDu stellst eine Berichtsumgebung bereit, etwa auf Power BI oder Tableau, mit der die Fachbereiche ihre Auswertungen selbst erstellen.
  • Modelle im AlltagMindestens ein Modell läuft dauerhaft, wird überwacht, regelmäßig neu trainiert und hat einen festen Verantwortlichen, statt dass es bei einer Reihe von Machbarkeitsstudien bleibt.
  • Kosten der PlattformDu weißt, was eine Abfrage oder ein Bericht kostet, und behältst die Infrastruktur im Blick, in der 51 Prozent der KI-Anwender einen großen Kostenfaktor sehen[2].

Führung und Zusammenarbeit

  • Gemischtes TeamDateningenieure, Analysten und Data Scientists arbeiten bei dir mit denselben Definitionen.
  • Definitionen durchsetzenDu entscheidest, welche Umsatzzahl gilt, wenn zwei Bereiche verschiedene melden, und lässt die Fachbereiche ihre Grunddaten selbst pflegen.
  • KI-Kompetenz im HausArt. 4 der KI-Verordnung verlangt seit Juli 2026, die KI-Kompetenz der Beschäftigten zu fördern[9], und laut Bitkom schulen 91 Prozent der KI-Anwender ihre Teams bereits[2].
  • Arbeit mit der GeschäftsführungDu berichtest regelmäßig an die Geschäftsführung und hast von ihr einen klaren Auftrag für die Datenstrategie.
  • Klare Grenze zur ITDie Systeme betreibt der CIO, das Datenteam macht aus ihren Daten Kennzahlen für Entscheidungen. Im Vorstellungsgespräch wirst du gefragt, wo deine Verantwortung endet.

Wir leiten diese Anforderungen aus dem Rollenprofil Head of Data, aus der Bitkom-Befragung vom September 2026 und aus der KI-Verordnung ab, Jobanzeigen haben wir dafür nicht ausgezählt.

03 · Gehalt

Gehalt im Datenbereich: die Gehaltsspannen je Ebene.

Die Gehaltsspannen reichen von 48,9 TEUR für Data Engineers bis 220 TEUR und mehr für die Leitung eines Datenbereichs. Für den Titel Head of Data allein nennt keine der großen Gehaltsübersichten eine Zahl, deshalb stehen hier ähnliche Titel.

EbeneÜbliche GehaltsspanneWovon das Gehalt abhängtQuelle
Data Engineer (Fachkraft)48,9 bis 66,2 TEURErfahrung und Stadt, in Stuttgart am höchstenStepStone, 2026Bruttojahresgehalt, Median 56 TEUR, bundesweit
Teamleitung Business Intelligence67,9 bis 89,7 TEURTeamgröße, Mittelstand oder KonzernStepStone, 2026Bruttojahresgehalt, Median 76,1 TEUR
Head of Analytics74,9 bis 97,8 TEURRegion und ob nur Berichte oder auch die Datenplattform dazugehörenStepStone, 2026Bruttojahresgehalt, Median 83,9 TEUR, aus 181 Stellenangeboten
Head of Data & Insights118 bis 138 TEURBonus, Branche und Standort, etwa München oder HamburgExperteer, 2026Bruttojahresgehalt samt Bonus, mittlere Hälfte der Angaben, Median 128 TEUR
Principal oder Head of Data140 bis 220 TEUR und mehrBudget, Verantwortung für die Datenregeln und Nähe zum VorstandProfiling Institut, Mai 2026Fixgehalt ab 12 Jahren Erfahrung
04 · Job-Trends

Was sich 2026 für Führungskräfte im Datenbereich geändert hat.

Die EU verlangt nicht mehr, dass Unternehmen ein bestimmtes Niveau an KI-Kompetenz sicherstellen, und die Mehrheit der Unternehmen setzt KI inzwischen ein.

Unternehmen müssen KI-Kompetenz fördern, nicht mehr sicherstellen

Die Omnibus-Verordnung (EU) 2026/1744 gilt seit dem 27. Juli und fasst Art. 4 der KI-Verordnung neu: Wer KI anbietet oder einsetzt, unterstützt den Aufbau von KI-Kompetenz, muss aber kein bestimmtes Niveau mehr garantieren. Die strengeren Pflichten für Hochrisiko-Systeme nach Anhang III, darunter die Regeln zu Trainingsdaten, gelten erst ab dem 2. Dezember 2027.

Quelle: Amtsblatt der EU, Juli 2026

Weniger IT-Stellen, mehr Stellen für Datenbankentwickler

Der Hays-Index für IT-Stellen fiel im 2. Quartal 2026 um 37 Punkte auf 59 Prozent, der für IT-Sicherheit sogar um 136 Punkte auf 373 Prozent. Der Index für Datenbankentwickler stieg dagegen um 9 Punkte auf 322 Prozent.

Quelle: Hays, August 2026

Erstmals setzt die Mehrheit der Unternehmen KI ein

57 Prozent der von Bitkom befragten Unternehmen nutzen KI, ein Jahr zuvor waren es 36 Prozent. Große Kosten sehen die Anwender vor allem in der Infrastruktur (51 Prozent) und in der Aufbereitung der Daten (50 Prozent). Von den Unternehmen ohne KI sagen 40 Prozent, ihnen fehlten die nötigen Daten.

Quelle: Bitkom, September 2026

05 · Führungspositionen

Was ein Head of Data und andere Führungspositionen im Datenbereich verantworten.

Der Head of Data leitet die Dateningenieure, die Analyse und das Berichtswesen, sorgt für saubere Daten und klare Regeln und bringt KI-Anwendungen in den Alltag. Eine Ebene darüber stehen der CIO, der die Systeme betreibt, und der Chief Digital Officer, der das digitale Geschäftsmodell verantwortet.

06 · Methode

Jede Zahl stammt aus einer öffentlichen Quelle.

Zu jeder Zahl nennen wir Datum und Link. Wo wir etwas selbst einschätzen, steht „unsere Einordnung“ davor.

Woher die Zahlen kommen

Wir nutzen Arbeitsmarktberichte mit Datum, etwa den Hays-Fachkräfte-Index, die Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit, die IAB-Stellenerhebung, Statistik Austria, das Bundesamt für Statistik und Branchenverbände wie Bitkom (Digitalwirtschaft), BME (Einkauf) und BVL (Logistik). Die Gehälter stammen aus unserem Gehalts-Kompass, der die Gehaltsquellen je Rolle nebeneinanderstellt.

Wie wir sie übernehmen

Wir übernehmen jede Zahl so, wie die Quelle sie nennt, mit Stand und Abrufdatum und ohne eigene Rechnung oder Rundung. Nennen zwei Quellen verschiedene Werte, steht hier der Wert der Quelle, auf die wir verlinken.

Was wir selbst einschätzen

Welche Anforderungen in einem Bereich gefragt sind, leiten wir aus Rollenprofilen und Studien ab. Prozentwerte ohne Quelle nennen wir nicht.

Wie aktuell die Zahlen sind

Wir prüfen die Quellen jedes Quartal und die Links jede Woche. Eine eigene Auswertung von Jobanzeigen kommt später dazu und bekommt dann einen eigenen Abschnitt.

07 · Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Arbeitsmarkt für Daten und Analyse.

Wie ist der Arbeitsmarkt im Datenbereich 2026?

Er ist gespalten, denn Unternehmen suchen weniger IT-Fachkräfte, aber mehr Datenbankentwickler. Laut Hays-Fachkräfte-Index fiel die Nachfrage nach IT-Fachkräften im 2. Quartal 2026 um 37 Punkte auf 59 Prozent, während der Index für Datenbankentwickler um 9 Punkte auf 322 Prozent stieg, jeweils gemessen am 1. Quartal 2015.

Was verdient ein Head of Data?

Das hängt vom Titel ab: Experteer nennt 2026 für Head of Data & Insights 118 bis 138 TEUR samt Bonus, das Profiling Institut für Principal oder Head of Data 140 bis 220 TEUR Fixgehalt und mehr. Für den ähnlichen Titel Head of Analytics nennt StepStone 2026 einen Median von 83,9 TEUR.

Was verdient ein Data Engineer?

StepStone nennt 2026 einen Median von 56 TEUR brutto im Jahr, die Gehaltsspanne reicht von 48,9 bis 66,2 TEUR. Als Staff oder Lead Data Engineer mit 8 bis 12 Jahren Erfahrung kommst du laut Profiling Institut auf 115 bis 150 TEUR.

Wie viele Unternehmen nutzen KI?

Laut Bitkom-Befragung vom September 2026 setzen 57 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten KI ein. Das Statistische Bundesamt zählt auch kleinere Unternehmen ab 10 Beschäftigten mit und kommt für 2025 auf 26 Prozent, bei Unternehmen mit über 250 Beschäftigten auf 57 Prozent.

Muss ein Unternehmen seine Beschäftigten im Umgang mit KI schulen?

Ein bestimmtes Niveau muss niemand garantieren, aber seit der Omnibus-Verordnung (EU) 2026/1744 vom Juli 2026 verlangt Art. 4 der KI-Verordnung Maßnahmen, die die KI-Kompetenz der Beschäftigten fördern. Laut Bitkom schulen 70 Prozent aller Unternehmen ihre Beschäftigten im Umgang mit KI, unter den KI-Anwendern sind es 91 Prozent.

Quellen

Alle Quellen mit Datum und Link.

  1. Hays: Fachkräfte-Index IT, 2. Quartal 2026 (Mitteilung vom 04.08.2026), abgerufen am 29.09.2026. hays.de (öffnet in neuem Tab)
  2. Bitkom: Erstmals nutzt die Mehrheit der Unternehmen KI, Presseinformation vom 14.09.2026, Befragung von 603 Unternehmen. bitkom.org (öffnet in neuem Tab)
  3. Statistisches Bundesamt: Unternehmen mit Nutzung von künstlicher Intelligenz nach Beschäftigtengrößenklassen, Berichtsjahr 2025, Stand 24.11.2025. destatis.de (öffnet in neuem Tab)
  4. StepStone: Data Engineer Gehälter Deutschland 2026, abgerufen am 29.09.2026. stepstone.de (öffnet in neuem Tab)
  5. StepStone: Teamleiter/in Business Intelligence Gehälter Deutschland 2026, abgerufen am 29.09.2026. stepstone.de (öffnet in neuem Tab)
  6. StepStone: Head of Analytics Gehälter in Deutschland 2026, abgerufen am 29.09.2026. stepstone.de (öffnet in neuem Tab)
  7. Profiling Institut: Data Engineer, Aufgaben, Gehalt und Karriere 2026, aktualisiert Mai 2026. profiling-institut.de (öffnet in neuem Tab)
  8. Experteer: Head of Data & Insights Gehalt in Deutschland 2026, inklusive Bonus, abgerufen am 29.09.2026. experteer.de (öffnet in neuem Tab)
  9. Verordnung (EU) 2026/1744 (Digital-Omnibus-Verordnung zur KI), ABl. L vom 24.07.2026, Art. 1 Nr. 5 (Art. 4 neu) und Nr. 40 (Art. 113). eur-lex.europa.eu (öffnet in neuem Tab)
Ronny Marx
Wer hinter dieser Seite steht

Ronny Marx

Ronny Marx ist seit rund 17 Jahren Führungskraft, vom Art Director über Team Lead, Unit Lead und Commercial Director bis zum Managing Director. Er hat intomarkets und merchantday gegründet und 2024 verkauft, heute baut er synvyr auf.

Stand vom 29.09.2026 · Nächste Prüfung der Quellen im Dezember 2026

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